Der Bach

Freitag, 13.3.2020 – Beginn: 10.00 Uhr – Eintritt frei!

Jeder kennt den Bach, diesen auf den ersten Blick so unscheinbaren Lebensraum. Ob rauschender Gebirgsbach, schattiger Waldbach oder friedlich dahin schlängelnder Flachlandbach, eines haben alle Bäche gemeinsam – die Kronen der Bäume, die am Rande des Wasserlaufs stehen, berühren sich mit den Zweigen. Und noch etwas haben – fast alle – Bäche gemeinsam: ihre Bewohner sind auf dem Rückzug. Studien belegen: In 94% der Fließgewässer existiert die Gemeinschaft der angestammten Tierarten nicht mehr. Was ist passiert? Und wie geht es weiter?

Dieser Film zeigt die Vielfalt der tierischen Bewohner unserer Bäche, stellt ihre Lebensweise vor und erklärt ihre Bedeutung für das Ökosystem Bach. Die Protagonisten des Films sind die Groppe – ein Fisch mit einer ganz besonderen „Essstörung“, der Feuersalamander und der seltene Steinkrebs – dessen Panzer fluoresziert. Der Film begleitet einen idealen und typischen Bach von der Quelle bis zur Mündung und schildert drei ganz unterschiedliche Katastrophen, die der filigrane Lebensraum im Jahreslauf erleidet. In „Der Bach“ wird auch dokumentiert, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass nur noch jeder eintausendste Bach in Deutschland als intakt bezeichnet werden kann und was getan werden muss, um unsere kleinen Fließgewässer zu retten.

Regisseur: Jan Haft

Der studierte Biologe und Geologe Jan Haft ist Natur- und Tierfilmer aus Leidenschaft. Schon früh war für ihn klar, in welche Richtung es beruflich gehen sollte – und er hat seinen Weg konsequent verfolgt. Heute gehört er mit seiner eigenen Firma Nautilusfilm zu den erfolgreichsten Tierfilmern der Welt. Mit seinem Zweiteiler „Mythos Wald“ aus dem Jahr 2009 (NDR/ARTE) wurde er zu zahlreichen Festivals eingeladen und mit vielen Auszeichnungen gewürdigt. Auf den beiden wichtigsten Naturfilmfestivals der Welt, dem „Jackson Hole Wildlife Film Festival“ in den USA und der „Wildscreen“ in Bristol/ England, gewann „Mythos Wald“ gegen Konkurrenten etwa von der BBC und von National Geographie und wurde jeweils mit dem Preis für die „Beste Kamera“ geehrt.

Land/Jahr: Deutschland, 2018
Spiellänge: 44 min.
Regie: Jan Haft
Autor: Jan Haft
Kamera: Jan Haft,
Kay Ziesenhenne,
Andreas Hartl,
Stephan Berthold,
Maximilian Kölbl
Schnitt: Stephan Berthold
Sounddesign: Oliver Görtz
Ton: Jan Haft
Musik: Jörg Magnus Pfeil,
Siggi Mueller
Sprecher: Sebastian Winkler
Mischung: sounds fresh. Gmbh
Produktion: nautilusfilm, Dorfen
Produzentin: Melanie Haft
Redaktion: Bernd Strobel, BR;
Katja Ferwagner, ARTE;
Ralph Quibledey, NDR;
Andrew Solomon, ORF
Webseite: www.nautilusfilm.de
Fotos

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