Trocknen wir aus? Wie das Klima unsere Heimat verändert

Samstag, 14.3.2020 – Beginn: 18.00 Uhr – Eintritt: 3,00 € pro Person

Es sind ungewöhnliche, extreme Wetterlagen, die schon heute für die Bevölkerung in Mitteldeutschland spürbar werden: anhaltende Trockenperioden bereits im Frühjahr, lokale Starkregenfälle mit teilweise verheerenden Überschwemmungen. Was bedeutet der Klimawandel für die Städte und Gemeinden in Mitteldeutschland? Wie können wir uns wappnen?

Viel zu viel Wasser in wenigen Tagen, aber auch viel zu wenig Wasser bei sehr hohen Temperaturen über Wochen hinweg. Das, was jetzt schon erlebbar ist, wird sich bereits in den nächsten Jahrzehnten deutlich verstärken und damit unsere Lebensweise grundlegend verändern. Die Folgen des Klimawandels sind aus wissenschaftlicher Sicht selbst mit einer radikalen Klimapolitik und CO2-Reduktion nicht mehr aufzuhalten. Neben dem Versuch, die Treibhausgase drastisch zu senken, ist es also unumgänglich, uns vorzubereiten und umzudenken, wollen wir unseren Lebensstandard erhalten und für die Zukunft sichern. Es bleibt uns gar keine Wahl: Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen.

Die eigentliche Gefahr in unseren Breiten ist die über Monate anhaltende Trockenheit im Frühling und Sommer, die auch plötzliche starke Wolkenbrüche nicht sofort ausgleichen können. Im Gegenteil: Starkregen überfordert den ausgetrockneten Boden und führt zu Überflutungen, weil der verdichtete Boden extreme Wassermassen in kurzer Zeit nicht aufnehmen kann. Das Wasser versickert nicht, sondern flutet Straßen und Wohngebiete.

Bürger, Forscher und Stadtplaner müssen sich diesen neuen Wetterphänomenen stellen und sich auf den fortschreitenden Klimawandel rechtzeitig einstellen. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, Schwachstellen und Gefährdungen für Mensch und Natur zu erkennen, um mit Wissen, guten Ideen und modernster Technik dem Klimawandel begegnen zu können: Hitzeinseln abschwächen, hitzeresistente Pflanzen anbauen, Vorkehrungen gegen Austrocknung und Überschwemmungen treffen und vor allem verstehen, was der Klimawandel für unser Leben im Alltag bedeutet.

Klimawandel verstehen, neu denken und handeln ist das Gebot der Stunde.

Land/Jahr: Deutschland, 2018
Spiellänge: 45 min.
Regie: Martina Treusch
Autor: Martina Treusch
Kamera: Guido Kilbert
Schnitt: Oliver Kless
Musik: Eike Hosenfeld,
Moritz Denis,
Tim Stanzel
Sprecher: Sven Philipp
Redaktion: Daniel Schlechter,
Daniel Vogelsberg (MDR)
Produktion: Olaf Jacobs
Webseite: www.hoferichterjacobs.de
Regisseurin: Martina Treusch

Martina Treusch wurde am 05.10.1972 in Erbach im Odenwald geboren. Nach ihrem Abitur (1992) am Gymnasium Michelstadt absolvierte Martina Treusch erfolgreich das Studium der Veterinärmedizin an der Universität Leipzig mit dem 3. Staatsexamen. Zwischen 2000 und 2002 war sie neben der Assistenz in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig für den Bereich Führungen und Öffentlichkeitsarbeit tätig. 2002 bis 2003 durchlief sie am mibeg Institut, Köln eine Weiterbildung zur Wissenschaftsredakteurin. Neben der Tätigkeit als Redakteurin beim Verlag Walter de Gruyter, Berlin (2002-2005) war Martina Treusch 2004 für das Seminar Dokumentarfilm im Kölner Filmhaus zuständig. Seit 2005 ist sie freie Redakteurin und seit 2008 freie Autorin. Gleichzeitig durchlief sie von 2007 bis 2008 einen Lehrgang als Produzentin für Film und TV an der iSFF Berlin.

Fotos

Jena - Lichtstadt

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Diese Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, Frau Anja Siegesmund

Stiftung Naturschutz Thüringen