Wales – Großbritanniens wilder Westen

Samstag, 14.3.2020 – Beginn: 19.00 Uhr – Eintritt: 3,00 € pro Person

Fast unberührte Lebensräume und pure Wildnis – das ist Wales. Im Westen befinden sich einige der größten Seevogel-Kolonien Europas mit zig-tausenden Papageitauchern und Basstölpeln. Delfine und Otter finden im Meer reiche Nahrung, und junge Kegelrobben müssen sich bei Stürmen dramatischen Schicksalen stellen. Von den Brecon Beacons im Süden bis zur schroffen Bergwelt von Snowdonia im Norden gleiten Rotmilane über Fuchswelpen. Hier tragen Wildziegen im Herbst erbitterte Brunftkämpfe aus.

Zwei Jahre lang hat der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler die reichhaltige Natur in Wales portraitiert. Mit hochstabilisierten Kameradrohnen, Zeitlupenkameras, Miniaturkameras und Kameraschienen wurde die faszinierende Natur von Großbritanniens wildem Westen hochwertig und aus neuen Blickwinkeln zu präsentieren.

Schroffe Gebirge im Norden, sanfte Hügellandschaften im Süden und raue Klippen entlang der Küste – eine Region der Gegensätze. Wales ist der kleinste Landesteil Großbritanniens und steckt voller Mythen und Legenden. So hat sich auch J.R.R. Tolkien für seine weltberühmte Trilogie „Der Herr der Ringe“ von der Landschaft inspirieren lassen.

Im Norden von Wales liegt Snowdonia – eine Berglandschaft mit spektakulärer Kulisse: Wildziegen tragen im Herbst heftige Brunftkämpfe aus. Ihre enge Verwandtschaft mit Steinböcken wird dabei offensichtlich. Im Süden von Wales liegt die Region der „Brecon Beacons“: Die Hügellandschaften erinnern stark an das vom J.R.R. Tolkien beschriebene Auenland – und sind auch die ideengebende Region dafür. Während hier in den niederen Lagen Füchse ihren lebhaften Nachwuchs aufziehen, durchstreifen freilebende walisische Bergponys die riesigen Graslandschaften der höheren Lagen.

An der rund 2.700 Kilometer langen Küste leben etwa 5.000 Kegelrobben. Im Herbst werden die Jungtiere geboren und müssen oftmals verheerenden Stürmen trotzen. Die nur 3 Quadratkilometer große Insel Skomer ist die Heimat von bis zu einer ¾ Millionen Seevögel. Die Stars unter ihnen sind die unverwechselbaren Papageitaucher. Nachdem sie 8 Monate auf dem offenen Meer verbracht haben, kehren sie im April nach Skomer zurück, um hier ihren Nachwuchs auszubrüten. Die Felseninsel Skokholm beherbergt eine Brutkolonie von rund 80.000 Basstölpel – die weltweit drittgrößte Brutkolonie dieser faszinierenden Flugakrobaten! Auch Delfine finden an der walisischen Küste ein üppiges Nahrungsangebot: dabei bedienen sie sich einer völlig unerwarteten Nahrungsaufnahme!

anschließend Abschlussfeier im Café Schillerhof

Land/Jahr: Deutschland, 2018
Spiellänge: 49 min.
Regie: Hans-Peter Kuttler
Autor: Hans-Peter Kuttler
Kamera: Hans-Peter Kuttler
Schnitt: Stefan Canham
Musik: Clemens Winterhalter
Sprecher: David Nathan
Redaktion: Timo Großpietsch (NDR),
Kathrin Bronnert (NDR / Arte),
Andrew Solomon (ORF)
Produktion: Denalifilm für
NDR Naturfilm / DocLights
Webseite: www.denalifilm.de
Regisseur: Hans-Peter Kuttler

Hans- Peter Kuttler wurde 1971 in Bochum geboren. Seine Wurzeln als Tierfilmer gründen in der Naturfotografie während dreier mehrmonatiger Reisen nach Kanada & Alaska Anfang der 90´er Jahre. Nach einem längeren Forschungsaufenthalt in der Karibik und der Beendigung seines Biologie-Studiums in Frankfurt, arbeitete Hans-Peter von 2000 bis 2002 als Kameramann bei Nautilusfilm.

Es folgte ein anschließender Wechsel zu Ernst Sasse mit einer langjährigen Zusammenarbeit. Seit 2011 ist er eigenständiger Produzent. Bis heute umfasst seine Filmografie die Mitarbeit an 29 Tierfilmproduktionen ua. für ARD, NDR, BR, Arte und Parthenon Entertainment.

Fotos

Jena - Lichtstadt

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Stiftung Naturschutz Thüringen